Ubuntu in der Windows-Domain
Sonntag, 8. Juni 2008Dass Ubuntu für den (Arbeits-)Desktop bereit ist, ist ja kein großes Geheimnis mehr. Was aber wenn man schon eine Windows-Domain hat? Heute hab ich mal ein bisschen mit Likewise Open rumgespielt.
Dazu habe ich mir Windows Server 2008 Standard (gibts als 60-Tage-Testlizenz für Lau ganz anonym aus Redmond) gesaugt und in einer VMWare installiert. Den habe ich dann zum DC hochgestuft (Domänenfuktionsebene Windows 2003, wir wollen ja nicht zu eklig werden), und nebenbei mit dem fluffigen Ubuntu VM Builder einen Client als KVM installiert.
Ausserdem habe ich dem neuen DC seine Spieldomain in meinem BIND-DNS-Server delegiert, damit man weiterhin den “normalen” DNS-Server benutzen kann.
Dann gehts auch schon los: Auf der Ubuntu-Kiste Likewise installieren: “sudo apt-get install likewise-open likewise-open-gui”. Anschliessend die Domäne joinen: “sudo domainjoin-gui”. Ein paar Mausklicks später ist der Rechner schon in der Domäne und man kann sich mit Domänenkonten anmelden. Beim der ersten Anmeldung wird automatisch ein Profil unter /home/DOMÄNE/username angelegt.
Und wenn Ihr jetzt denkt “Igitt, der Emme wird jetzt aber wirklich komsch, mit Windows und so”: Das Windows-Domänenkonzept mit AD, GPOs und so ist genau der “Kleber” zwischen Server und Desktop, der Ubuntu jetzt noch fehlt. Man kann zwar all die Funktionalität mit LDAP, DNS, Kerberos, NFSv4, ACLs, Bcfg2 usw. nachbauen, aber eine gemeinsame Verwaltung von all dem fehlt noch. Das wär doch was für Ubuntu 10.04 LTS… (Wenn ich diesbezüglich ein F/LOSS-Projekt übersehen habe, immer her damit!)
